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In
unserer modernen Zeit leiden immer mehr Menschen unter Hektik und
Stress. Die ständige Erreichbarkeit via Internet, Handy und Co. macht
immer mehr Menschen krank. Abhilfe kann jedoch schnell und einfach
geleistet werden. Nach Angaben vieler Sportwissenschaftler ist Wandern
ein guter und vor allem einfacher Ausgleich zum täglichen (Arbeits-)Stress.
Doch keine Angst, Wandern ist schon längst kein reiner Seniorensport
mehr. Das Bild des typischen Wanderers hat sich in den letzten Jahren
von Grund auf gewandelt. „In den vergangenen fünf bis acht Jahren
haben wir gesehen, dass der durchschnittliche Wanderer deutlich jünger
geworden ist“, so der Geschäftsführer des Europäischen
Tourismus-Instituts in Trier, Professor Heinz-Dieter Quack. Außerdem
sei die volkswirtschaftliche Bedeutung des Wanderns in den letzten
Jahren immens gestiegen.
Genau diese Aspekte waren es auch, die Dr. Rainer Brämer von der
Universität Marburg und Thomas Weber, Tourismusdirektor des
Schmallenberger Sauerlandes, Ende 1997 dazu veranlassten, den
Arbeitskreis Rothaarsteig zu gründen. Ihr Ziel war und ist es, mit dem
Steig etwas völlig Neues zu schaffen: Einen durchgestalteten und
konsequent durchdachten Top-Wanderweg für ein neues Wanderpublikum.
Doch bis zur Umsetzung dieses ehrgeizigen Projekts sollte es noch
einige Zeit dauern.
Am 06. Mai 2001 war es dann endlich soweit. Der Rothaarsteig wurde eröffnet.
Für Thomas Weber und die zahlreichen Helfer haben sich die Mühen
mehr als gelohnt. Der Steig sucht seinesgleichen. Als erster
Fernwanderweg Deutschlands wurde er mit dem Deutschen Wandersiegel
ausgezeichnet. Eine beachtliche Leistung, bedenkt man, dass in
Deutschland knapp 300.000 wanderbare Kilometer um die Gunst der
Wanderer buhlen. Geprüft wurden: Abwechslungsreichtum der Wegeführung,
der natürliche Bodenbelag, Naturnähe, Stille und vieles mehr. Die
Auszeichnung wurde mit Bravour bestanden. Bestätigen können das
immer mehr Rothaarsteiger. Nach Recherchen des Wandermagazins
nehmen jährlich mehr als 100.000 Wanderer den Rothaarsteig unter ihre
Füße und die Tendenz zeigt deutlich nach oben.
Der
Rothaarsteig verläuft durch die waldreichste Mittelgebirgslandschaft
Deutschlands, das südwestfälische Rothaargebirge, das
Lahn-Dill-Bergland und den Westerwald. Damit der Wanderer inmitten
einer atemberaubenden Natur nicht verloren geht, haben sich die Macher
eine Markierung einfallen lassen, die mittlerweile zum Markenzeichen
einer ganzen Region geworden ist. Ein liegendes R in weiß auf rotem
Grund führt den Naturfreund sicher über den Weg der Sinne. Ansonsten
stehen dem Wanderer aber auch die Rothaarsteig-Ranger gerne mit Rat
und Tat zur Seite. Im Auftrag der Landesforstverwaltung kümmern sie
sich um den Schutz des Waldes und seiner Bewohner. Besonderes
Erkennungszeichen ist ihr großer Hut. Eben ganz so wie ihre Vorbilder
aus den Nationalparks der USA.
Am
13. August feierte das länderübergreifende Projekt in der
Niedersfelder Hochheide nun schon seinen fünften Geburtstag.
Mittlerweile ist der Steig aus
seinen Kinderschuhen gewachsen. „Vor ein paar Jahren konnten
wir uns noch nicht vorstellen, wie gut der Rothaarsteig ankommt.“,
so der Gründer der ersten Stunde, Thomas Weber in seiner Rede zur
Jubiläumsfeier. Für Werner Eickler, Bürgermeister der Stadt Winterberg ist
klar, dass der Rothaarsteig zu einem wichtigen Jobmotor in der Region
geworden ist. „Er hat Arbeitsplätze geschaffen und sichert diese
auch.“, so Eickler.
Bernd
Abeln, Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium, kann
diese Einschätzung nur bestätigen. „Wir haben eine Bewegung
aufgegriffen, die Zukunft hat.“, so Abeln. Der Politiker macht außerdem
darauf aufmerksam, dass der Rothaarsteig mit einem R beginnt und damit
aus Rothaarsteig, Rennsteig und Rheinhöhenweg eine eigene Marke
entstanden sei. Hinter der Bezeichnung „RRR“ verberge sich das
neue Wandern in Deutschland. Zum Ende seiner Rede schärft
Staatssekretär Abeln den Verantwortlichen und Mitarbeitern des
Rothaarsteigs noch ein: „Der Steig bleibt eine Daueraufgabe.“ Eine
Bürde, die sicherlich gerne in Kauf genommen wird.
Happy Birthday Rothaarsteig: Imperssionen
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