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Am
25. März jährte sich zum 50. Mal die Unterzeichnung der Römischen
Verträge. Rückblickend offenbart sich dem Betrachter eine
beispielslose Erfolgsgeschichte. polinomics zeigt einige der
wichtigsten Wegmarken der letzten 50 Jahre.
25. März 1957
Unterzeichnung der Römischen Verträge
März 1962
In allen Gemeinschaftssprachen wird der Titel "Europäischen
Parlament" angenommen.
März 1971
Walter Behrendt, Dortmunder SPD-Politiker, wird für zwei Jahre zum
Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt. Nach dem
CDU-Politiker Hans Furler (November 1962) wird er der zweite
deutsche Abgeordnete in diesem Amt.
Januar 1973
Die Europäische Gemeinschaft vergrößert sich zum ersten Mal: Dänemark,
Großbritannien und Irland vergrößern das Europäische Parlament
auf 198 Abgeordnete. Für Deutschland sind es 36.
Januar 1975
Der Entwurf eines Vertrages zur Direktwahl des Europäischen
Parlaments wird angenommen. Das Direktwahlverfahren wird erstmals
1979 angewandt.
Juni 1977
Der Gesamthaushalt am Ende des Haushaltsverfahren muss nun vom
Parlament gebilligt werden.
Juni 1979
Die Abgeordneten werden erstmals direkt in allen Mitgliedsstaaten
gewählt. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung liegt bei 63%. In
Deutschland sind es 65,7%.
Juli 1979
Mit Simone Veil, ehemalige französische Gesundheitsministerin, wird
erstmals eine Frau zur Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt.
Dezember 1979
Das Parlament lehnt zum ersten Mal den Haushaltsplan für das
kommende Jahr ab.
Januar 1981
Griechenland tritt der Europäischen Gemeinschaft bei.
Juni 1984
Zweite Direktwahl des Europäischen Parlaments.
Januar 1986
Spanien und Portugal treten bei. Die Zahl der Abgeordneten erhöht
sich damit auf 518.
Februar 1986
Die Rechte des Europäischen Parlaments wird durch die
"Gemeinsame Europäische Akte" ausgeweitet. Das Parlament
erhöht seine legislativen Kompetenzen im Bereich der Gesetzgebung
zur Errichtung des Binnenmarktes und im außenpolitischen Bereich um
ein Zustimmungsrecht in Fragen neuer Beitritte und Assoziierungen.
Dezember 1988
Nelson Mandela und Anatoli Marchenko werden die ersten Preisträger
des "Sacharow-Preises für geistige Freiheit". Namensgeber
ist der sowjetische Nuklearphysiker und Dissident Andrej Sacharov.
Der Preis wird jedes Jahr im Dezember vergeben.
Juni 1989
Dritte Direktwahl des Europäischen Parlaments.
Januar 1992
Egon Klepsch, CDU, wird der dritte deutsche Präsident des Europäischen
Parlaments.
Februar 1992
Der Maastrichter Vertrag wird unterzeichnet und tritt 1993 in Kraft.
Der Vertrag erhöht den Stellenwert des Europäischen Parlaments
gegenüber der Kommission und dem Rat.
Juni 1994
Vierte Direktwahl des Europäischen Parlaments.
Juli 1994
Der Düsseldorfer SPD-Abgeordnete Klaus Hänsch wird Präsident des
Europäischen Parlaments.
Januar 1995
Die Zahl der Mitglieder der Europäischen Union erhöht sich auf 15
Staaten.
Mai 1999
Der 1997 unterzeichnete Vertrag von Amsterdam tritt in Kraft.
Juli 1999
Nicole Fontaine wird die zweite Frau im Amt der Präsidentin des
Europäischen Parlaments.
Dezember 1999
In Straßburg bezieht das Europäische Parlament ein neues, eigenes
Gebäude.
Dezember 2000
Der Vertrag von Nizza wird vom Europäischen Rat verabschiedet. Er
regelt unter anderem die Zusammensetzung des Parlaments nach der für
2004 geplanten Osterweiterung um 10 neue Mitgliedsstaaten.
Dezember 2001
Beim Europäischen Rat von Laeken wird ein Konvent zur Ausarbeitung
eines Entwurfs einer Verfassung für Europa einberufen.
Mai 2004
Bei der größten Erweiterung der Europäischen Union treten zehn
neue Mitgliedsstaaten bei. Die Zahl der Mitgliedsländer beträgt
nun 25
Juni 2004
Sechste Direktwahl des Europäischen Parlaments.
Oktober 2004
Der Vertrag über eine Verfassung für Europa wird in Rom
unterzeichnet. Der Verfassungsentwurf stärkt unter anderem das
Europäische Parlament.
Januar 2005
Das Europäische Parlament stimmt über einen Vertrag über eine
Verfassung für Europa ab. Der Entwurf wird mit einer
Zwei-Drittel-Mehrheit gebilligt.
Januar 2006
Das Europäische Parlament richtet einen nichtständigen Ausschuss
ein. Die Abgeordneten reagieren damit auf die vermuteten Entführungen
europäischer Bürger durch den Auslandsgeheimdienst der USA, CIA.
Januar 2007
Rumänien und Bulgarien treten der Europäischen Union bei. Die Zahl
der Abgeordneten erhöht sich damit auf 785. Die Anzahl der
deutschen Abgeordneten bleibt Konstant bei 99.
Januar 2007
Der niedersächsische Abgeordnete Hans-Gert Pättering, CDU, wird
neuer Präsident des Europäischen Parlaments.
25. März 2007
Europa feiert sich selbst und "50 Jahre Römische Verträge".
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