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Das
Image
der Wirtschaft ist in letzter Zeit nicht unbedingt zum Besten
gestellt. Skandale, Massenentlassungen und undurchsichtige
Managerentscheidungen haben das Problem noch weiter verschärft.
Nach einer aktuellen Emnid-Umfrage sind 77 Prozent der Deutschen der
Meinung, dass es den Wirtschaftsführern vor allem um die Steigerung
ihrer Aktienkurse geht. Lediglich 13 Prozent sind dagegen überzeugt,
dass sich Großunternehmen angemessen um das Gemeinwohl kümmerten.
Wenn man Verfechter der so genannten "Corporate Social
Responsibility" (kurz: CSR oder CR) Glauben schenkt, dann wären
solche Kratzer am Image der Wirtschaftsunternehmen durchaus
vermeidbar gewesen.
CSR bedeutet, dass die Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung
übernehmen. Alles hängt schließlich irgendwie zusammen. Niemand
kann sich nur auf die eigene Gewinnmaximierung konzentrieren. Nicht
zuletzt aufgrund verbesserter Informations- und
Kommunikationstechnologien, besteht für die Unternehmen ein immer
größerer Druck - und sogar die gesellschaftliche Verpflichtung -
nachhaltig zu agieren. Andernfalls besteht die Gefahr, die von der
Gesellschaft benötigte "Licence to operate" zu verlieren.
Der unternehmerische Super-Gau.
Ein besonders prominentes Beispiel der letzten Jahre ist der Ölmulti
Shell und die Plattform Brent Spar (siehe auch: ).
Brent Spar zeigt, dass langfristiger Unternehmenserfolg durchaus als
Resultat der CSR zu verstehen ist. CSR darf dem Unternehmen nicht
einfach übergestülpt werden. CSR muss gelebt werden - und zwar auf
allen Ebenen. Wenn es schließlich Teil der eigenen
Unternehmenskultur geworden ist, lassen sich daraus echte
Wettbewerbsvorteile erzielen. Gewissermaßen als Radar, dass Chancen
und Risiken für das Unternehmen erkennt, schwebt es über allem.
Die Unernehmen lernen so zu agieren, anstatt auf negative
Entwicklungen nur zu reagieren.
Viele der 30 DAX-Konzerne haben die Bedeutung von CSR mittlerweile
erkannt und sogar zentrale CSR-Abteilungen aufgebaut. Ein Beispiel
ist die Deutsche Post AG, die in ihrer Bonner Zentrale über ein
"Global Values Office" verfügt. Ein Aufwand, der sich
lohnt. Umfragen haben ergeben, dass für immer mehr Verbraucher
nicht nur das Preis-Leistungs-Verhältnis für oder gegen eine
Kaufentscheidung spricht. Immer bedeutender wird der faire Umgang
mit den Mitarbeitern und das soziale und ökologische Engagement des
Unternehmens.
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