Seite drucken  

    
No.5: Zurück zu alten Werten
 

Literatur

 

Spirituell führen

Rezensiert von Thomas Sommer


Der Zwang zur Minimierung der Kosten und Maximierung des Gewinns erzeugt in vielen Unternehmen eine anhaltende Atmosphäre von Unsicherheit. Insbesondere Führungskräfte sind diesem Leistungsdruck ausgesetzt. 

Den Autoren Friedrich Assländer und Anselm Grün sind die besonderen Nöte von Menschen mit beruflichen Führungsaufgaben seit vielen Jahren bekannt. Ihnen soll die Lektüre des Buches Antworten darauf geben, wo sie die notwendige Orientierung und Kraft finden sollen, um den stetig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Sie wenden sich mit ihrem Buch an Männer und Frauen, die christliche Führungstugenden im Berufsalltag anwenden möchten.

Führen heißt eben nicht, aus den Menschen möglichst viel herauszupressen, damit die Arbeitsleistung immer weiter ansteigt. Führen bedeutet, sich in die Menschen hineinzudenken und sich zu überlegen, wie man das Leben, das in jedem steckt, zu wecken ist.

Die einzelnen Kapitel enden jeweils mit einer praktischen Übung zur Vertiefung und Selbstreflexion. Hier kann man sich den Fragen stellen, wie man selbst geführt wurde und bekommt Hilfestellungen dazu, wie man seinem Gegenüber aktiv zuhört und lobt. Es wird gezeigt, wie grundlegende Tugenden wie Loyalität, Achtsamkeit und Selbstbeherrschung in den Berufsalltag integriert werden können.

Das Buch vereint auf vortrefflicher Weise die praxisnahen Erkenntnisse des Unternehmensberaters Aslländer mit den spirituellen Lösungsansätzen des Theologen, Mönchs und klösterlichen Wirtschaftsleiters Grün. Es zeigt, dass Führen und Leiten möglich ist, ohne den einzelnen Menschen aus dem Blickwinkel zu verlieren.

Friedrich Assländer und Anslem Grün zeigen, dass die Lehren Benedikts und der christliche Glauben viel mehr mit dem modernen Wirtschaftsleben zu tun haben, als man im ersten Moment vielleicht glauben mag.