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Frank
Plasberg hat mit seiner Fernsehsendung "Hart aber fair"
schon die wichtigsten Fernsehpreise abräumen können: Deutscher
Fernsehpreis, Adolf Grimme Preis, Bayerischer Fernsehpreis. Nachdem
die Sendung mehr als sechs Jahre im Regionalfernsehen (WDR)
versteckt wurde, folgte im Oktober 2007 der hochverdiente Wechsel zur
ARD.
In
seinem Buch "Der Inlandskorrespondent" nimmt Plasberg den
Leser mit auf eine Reise durch ein Land, das vielen von uns fremd
geworden ist und trotzdem - oder gerade deshalb - voller
journalistischer Abenteuer steckt.
Der Autor ist in seiner Sendung für seine Hartnäckigkeit bekannt.
Anders als viele seiner Kollegen lässt er sich nicht mit einfachen
Floskeln abspeisen. Genau wie in seinen Sendungen überschreitet
Plasberg auch in seinem Buch manche Grenze politischer Korrektheit,
um dahin zu gelangen, wo sich die heutige Politik oftmals nicht mehr
hinwagt: mitten in das wahre Leben.
Gewohnt lakonisch und zugleich humorvoll beschreibt der Autor die
Konfliktlinien zwischen denen, die die Politik machen, und denen,
die die Auswirkungen der Politik am eigenen Leib zu spüren
bekommen. Bei Plasberg haben die Sorgen der Menschen ein Gesicht. Er
beschreibt auf eindrucksvolle Weise Schicksale, die so manches
Problem im Land auf einfache Weise beim Namen nennt. Zum Beispiel
das von Sandra Munkler, Mutter zweier Kinder. Die 32-Jährige
erkrankte an Brustkrebs und spürte am eigenen Leib, was es in
Deutschland bedeutet nur gesetzlich krankenversichert zu
sein. "Mit dem Körper muss Sandra Munkler um ihr Leben kämpfen,
mit dem Kopf um die optimale Behandlung. Das ist viel auf
einmal", lautet Plasbergs Einschätzung.
Wer hinter so manche Politiker- und Funktionärsfloskel blicken möchte,
der sollte sich mit einem echten Inlandskorrespondenten auf eine
Reise in die (ungeschönte) Wirklichkeit begeben.
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