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Der
Titel ist Programm und Provokation zugleich.
"Bildung. Alles, was man wissen muss." Auf knapp 700
Seiten hat der Schriftsteller Dietrich Schwanitz ein kompaktes
Handbuch verfasst, das dem Leser eine systematische Orientierung
hinsichtlich der Kernbestände unserer Kultur bietet.
Nachdem sich der Autor in der Einleitung über den
"deprimierenden Zustand der deutschen Schulen" umfassend
ausgelassen hat, präsentiert Schwanitz im ersten Teil "alles,
was man wissen muss", um das "Bürgerrecht" im Land
der Bildung zu erwerben: die Geschichte Europas als große Erzählung,
die Formsprache und die großen Werke der Literatur, die Geschichte
von Kunst und Musik, die großen Philosophien und die
wissenschaftlichen Theorien, Ideologien und Meinungsmärkte. Im
zweiten Teil "Können" geleitet Schwanitz den Leser unter
anderem durch das "Haus der Sprache", die Welt des Buches
und der Schrift und bietet inspirierende Länderkunde.
Der Leser erfährt, wieso es wichtig ist, Figuren wie Don Quijote,
Hamlet, Faust, Robinson, Dr. Jekyll und Mr. Hyde zu seinen guten
Bekannten zählen zu können. Wo das Unbewusste bei Sigmund Freud
war und wieso die moderne Gesellschaft, der Staat, die Wissenschaft,
die Demokratie und die Verwaltung in Europa und nicht anderswo auf
der Welt entstanden ist.
Der Bildungskanon wird ergänzt durch eine Zeittafel, informativen Kürzestfassungen
von "Büchern, die die Welt verändert haben", Tipps zum
Weiterlesen und einem obligatorischen und ausführlichen
Namensregister.
Wir alle leben in einer Welt, in der Zeit zu einem kostbaren Gut
geworden ist. Der klassische Universalgelehrte ist vom Spezialisten
abgelöst worden. Trotzdem schadet es niemandem die Zusammenhänge
unserer Gesellschaft und unserer Kultur zu kennen. Dietrich
Schwanitz erleichtert uns den Weg dorthin und macht uns am Ende zu
einem echten Bildungsbürger.
Dietrich Schwanitz
Bildung. Alles, was man wissen muss
697 Seiten - 14,00 EUR (D)
ISBN 978-3-442-15147-9
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