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"Miathematik
ist eine faszinierende Wissenschaft, für die wir werben wollen.
Zudem ist das Beherrschen der Mathematik ein entscheidender
Wettbewerbsfaktor in unserer Wissensgesellschaft", sagt Annette
Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, anlässlich
der Eröffnung des Wissenschaftsjahrs 2008 in Berlin, das in diesem
Jahr unter dem Motto "Mathematik. Alles, was zählt"
steht. "Mathematik macht viele Produkte und Dienstleistungen
besser. Und viele Produkte und Dienstleistungen - wie
Computertomographie und die mobile Kommunikation - werden durch
Mathematik erst möglich. Hightech gibt es nicht ohne Mathematik.
Mathematik ist außerdem die gemeinsame Sprache der
Naturwissenschaften - und so knüpfen wir mit dem aktuellen
Wissenschaftsjahr auch an das Jahr der Geisteswissenschaften
an", so Schavan weiter.
Das Jahr der Mathematik ist das neunte in der Reihe der
Wissenschaftsjahre der Bundesregierung und wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der
Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD), der Deutschen Telekom
Stiftung und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV)
ausgerichtet. Ziel ist es, der Öffentlichkeit die Vielfalt und
Bedeutung der Mathematik deutlich zu machen und insbesondere Kinder
und Jugendliche für die Wissenschaft zu begeistern. Denn eines
steht fest: Mathematik ist eine Schlüsselkompetenz. Gute
mathematische Kenntnisse sind unverzichtbar für zahlreiche Berufe
und Studiengänge und bieten, vor dem Hintergrund eines immer weiter
steigenden Bedarfs an gut ausgebildeten Fachkräften, hervorragende
Chancen in der Arbeitswelt.
Mathematik den Schrecken nehmen
"Die
Mathematik muss ihren 'Schreckensfach-Charakter' verlieren",
fordert Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutschen Telekom
Stiftung.
"Innovative Ansätze für mathematische Bildung wie die
Stiftung sie bereits in Kindergärten, Schulen und
Hochschulen fördert, können dazu beitragen, das Bild der
Mathematik in der Öffentlichkeit entscheidend zum Positiven
zu verändern."
Das Jahr der Mathematik knüpft an die Aufbruchstimmung in der
deutschen Bildungs- und Forschungslandschaft an, die sich
in den ermutigenden Ergebnissen der letzten PISA-Studie
durchaus abzeichnen. Im Gegensatz zur ersten PISA-Studie
aus dem Jahr XXXX schnitten
die deutschen Schülerinnen und Schüler bei den
naturwissenschaftlichen
Ergebnissen gut ab und lagen deutlich über dem
OECD-Durchschnitt.
Trotz leichter Verbesserungen waren die Leistungen im
Kompetenzbereich Mathematik jedoch nach wie vor nur
durchschnittlich. Selbst Schüler, deren Begabungen in diesem
Bereich als überdurchschnittlich zu bezeichnen sind, zeigten ein im
internationalen Vergleich sehr niedriges Interesse für diese
Disziplin.
"Mathematik durchdringt wie kaum eine andere Wissenschaft
sämtliche Lebens- und Arbeitsbereiche", sagte Schavan auf der
Stuttgarter Bildungsmesse Didacta im Februar. "Kaum ein Beruf
kommt heute noch ohne Mathematik aus." Für die Natur- und
Ingenieurwissenschaften ist die Mathematik sogar eine zentrale
Voraussetzung. Sie sichert so nicht zuletzt die innovative und damit
wirtschaftliche Kraft des Landes - zum Wohle aller. Bleibt nur zu
hoffen, dass das Jahr der Mathematik zum Impulsgeber wird und
Schülerinnen und Schüler den Weg öffnet in die wunderbare Welt
der Zahlen.
Aktionen und Veranstaltungen
"Das
Jahr der Mathematik soll ein Mitmach-Jahr werden", betonte
Prof. Günter Ziegler, Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung
(DMV). "Mathematiker und Mathematikerinnen im ganzen Land
freuen sich darauf,
loszulegen: die DMV, die anderen Fachgesellschaften, Lehrer und
Lehrerinnen und viele andere wollen gemeinsam als Mathemacher das
Jahr gestalten, und damit ein vielfältiges, spannendes und
anregendes Bild der
Mathematik als Wissenschaft, als Lehrfach und als Kunst vermitteln."
Zu den Höhepunkten des Wissenschaftsjahres 2008 zählen der Wissenschaftssommer
in Leipzig (28. Juni bis 4. Juli 2008) und das Ausstellungsschiff
MS Wissenschaft, das von Mai bis September in über 30
deutschen Städten Station machen wird.
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