polinomics - No. 7: Bildung / Editorial von Thomas Sommer
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No. 7: Bildung  
 
 

Editorial


Thomas Sommer,
Herausgeber und Chefredakteur

"I
ch war als Schüler relativ faul. Was mich nicht interessiert hat, habe ich nur flüchtig gemacht. Meine Frau und ich waren ja in derselben Klasse; wir hatten eine ähnliche Handschrift, und es ist vorgekommen, dass Loki meine Hausaufgaben in mein Heft geschrieben hat, zum Beispiel in Mathematik, da war sie besser. Und niemand hat es gemerkt", das bekannte im Frühjahr 2008 kein geringerer als Altbundeskanzler Helmut Schmidt dem "ZEIT"-Magazin. 

Zu etwas gebracht hat es Helmut Schmidt auch so. Irgendwie beruhigend! Waren wir nicht alle etwas zu faul in der Schule und in Mathe sowieso eigentlich immer zu schlecht? Wohl dem, der eine Loki an seiner Seite wusste. Und alle anderen? Die mussten sich halt irgendwie anders durch die Schulzeit kämpfen. Jahrelang wurden wir mit (scheinbar) unwichtigen Fakten von unseren Lehrern gequält und am Ende waren wir alle froh der "Penne" endlich entfliehen zu können, um mit einer Ausbildung oder einem Studium zu beginnen.

Spätestens dann haben wir aber gemerkt, dass Bildung doch irgendwie wichtig ist. Dem Meister im Betrieb oder dem Professor im Seminar ist schließlich sehr schnell aufgefallen, ob da mehr als nur heiße Luft aus unserem Mund kam. Es scheint also etwas dran zu sein an dem schönen Ausspruch: "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir". 

Denn nichts beeinflusst unseren Lebensweg mehr als Bildung. Sie entscheidet in einem bedeutenden Maße darüber, welche Türen wir öffnen können und welche uns am Ende verschlossen bleiben. 

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen

Thomas Sommer     


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