Jeden
Morgen wacht in Afrika eine Antilope auf und weiß, sie muss
schneller laufen als jeder Löwe, um zu überleben. Jeden Morgen
wacht in Afrika ein Löwe auf und weiß, er muss schneller laufen
als die langsamste Antilope.
Julia
Friedrichs ist fünfundzwanzig, als ihr McKinsey, die größte
Unternehmens- beratung der Welt, ein lukratives Job-Angebot
unterbreitet: 67.000 Euro Einstiegsgehalt und ein eigener
Dienstwagen - Top-Elite eben. Doch Friedrichs verlässt McKinsey,
ohne eine von ihnen geworden zu sein. Gerade noch rechtzeitig, wie
ihre Freunde aus ihrer Berliner WG sagen.
Friedrichs, die studierte Journalistin, lässt sich nicht
beeindrucken von Fünf- Sterne-Luxus und Spitzengehältern.
Vielmehr will sie hinter die Kulisse jener Gruppe schauen, die
sich selbst gerne als Elite bezeichnet. Will herausfinden, was das
schillernde Wort tatsächlich bedeutet.
Die Berlinerin recherchiert ein Jahr lang an Elite-Universitäten.
Elite-Akademien. Elite-Internaten. Ganz langsam nimmt sie den
Leser mit in eine Welt, in der Menschen, die weniger als siebzig
Stunden in der Woche arbeiten, abschätzig Minder- oder auch
Niedrigleister genannt werden, zwanzigjährige Eliteanwärter
Talkshowauftritte trainieren und Teenager Karriereberatungen
buchen.
Wer schon heute mehr über die Mächtigen von morgen wissen möchte,
der sollte sich schnellstens Julia Friedrichs hervorragendes Buch
"Gestatten: Elite" kaufen.