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Eines
ist auch dem letzten im Land so langsam klar geworden: Wir werden
weniger. Wir werden älter. Unsere Gesellschaft verändert sich.
Fast täglich weisen sowohl Politiker als auch so mancher Forscher
auf den demografischen Wandel – also die Veränderung der Bevölkerungsstruktur
– hin. Je nach politischer Couleur und aktueller Stimmung wird er
mal als Bedrohung und mal als Chance betrachtet. Anstatt angesichts
dieses Szenarios den Kopf in den Sand zu stecken, will man in
Dortmund mit dem Projekt „GenerationenZukunft“ die neue Chance
nutzen, die mit dieser Veränderung einhergeht.
Während
der bisherigen Arbeit des vor einem Jahr in der Ruhrmetropole
gestarteten Projekts "GenerationenZukunft" hat sich
gezeigt, dass Unternehmen, Organisationen und Institutionen die Veränderung
der Bevölkerungsstruktur auch als Chance betrachten. Im Laufe des
Projekts hat sich das Wohnen als zentraler Bereich
herauskristalisiert. Ein möglichst langes Wohnen in den
"eigenen vier Wänden" bedeutet auf der anderen Seite neue
wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen und Dienstleister.
Wohnen
soll in Zukunft nicht nur für junge Singles und Familien attraktiv
sein, es soll gleichzeitig für die ältere Generation möglichst
ohne Einschränkungen oder Hindernisse sein. Unter der Koordination
des Projekts "GenerationenZukunft", das von der
Handwerkskammer (HWK) Dortmund, der Industrie- und Handelskammer
(IHK) zu Dortmund und der Wirtschaftsförde- rung getragen wird,
haben sich lokale Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen in zwei
Netzwerken zusammen- geschlossen. "WOGEN - Wohnen für
Generationen" heißt das eine und "PAGEN - Partner für
Generationen" das andere. Im Netzwerk WOGEN haben sich
Architekten und Handwerks- betriebe gemeinsam auf das barrierefreie
Wohnen konzentriert. So sollen durch Umbaumaßnahmen oder auch durch
kleinere Anpassungen Komfort-Wohnungen entstehen, die auch für
Familien ein angenehmes Wohnen ermöglichen. Barrieren, wie
Stolperkanten oder zu schmale Türen, verschwinden aus der Wohnung,
ohne das sie dabei für jüngere Mieter an Attraktivität verliert.
Dienstleistungen
Aber auch Dienstleistungen, die an die individuellen Bedürfnisse
der Menschen angepasst sind, werden immer wichtiger. So sind
beispielsweise Bring- und Reinigungsdienste für ältere Menschen,
die unabhängig und selbstständig in der eigenen Wohnung leben möchten,
oft unverzichtbar. Für junge Menschen und Familie, die zeitlich
stark beansprucht sind, stellen sie darüber hinaus eine
interessante Option dar. In Dortmund haben sich daher lokale
Unternehmen zum Service- netzwerk PAGEN zusammengeschlossen. Vom
Pflegedienst über einen Essensservice bis hin zu speziellen
Freizeitangeboten bieten sie zukünftig gemeinsam angepasste und
innovative Leistungen.
"Das
Bestreben der Menschen ist es, in den eigenen vier Wänden zu
bleiben", so die Erfahrungen von Raumausstatterin Regina
Brattke aus Dortmund. Man sei schon einige Jahrzenhte im Geschäft
und könne feststellen, dass auch die Kundschaft mitwachse und
langsam älter werde. "Wir wollen dabei helfen, dass ältere
Menschen in ihren Wohnungen bleiben können", lautet ihr
Wunsch. Das fange mit ganz einfachen Hilfe- stellungen wie
beispielsweise dem Aufhängen von Gardienen an und höre durchaus
schon einmal mit der Umgestaltung der kompletten Wohnung auf. Der
Grundgedanke sei schlichtweg, den Menschen ein Komplettpaket
anzubieten, bei dem ihnen Dinge abgenommen werden, die sie nicht
mehr selber machen können. Die Zielgruppe sei aber auch hier nicht
auf ältere Menschen beschränkt. Auch junge Leute sollen von den
Serviceleistungen angesprochen werden.
Bundesweit
ersteres
GenerationenCenter eröffnet
Gemeinsam haben die in den zwei Netzwerken zusammen- geschlossenen
Unternehmen Großes vor. Ende April 2008 wurde in Dortmund das
bundesweit erste GenerationenCenter eröffnet. "Der Kunde soll
eine Anlaufstelle haben, wo er sich informieren kann", erklärt
Dirk Ruß, Projektleiter von GenerationenZukunft.
Insgesamt
kann das Projekt als richtiger Schritt auf dem Weg in eine
gemeinsame Zukunft von Jung und Alt werden. Denn eines steht
sicherlich schon jetzt fest: Jünger werden wir alle nicht.
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