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Der
Titel ist provokant: Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet
wird. Der Sozialpsychologe Harald Welzer wagt, auf der Basis des
historischen Rückblicks, einen Blick in die Zukunft. Kampf um
Trinkwasser, Massengewalt, Flüchtlingsströme in Afrika und Asien,
Industrieländer, die sich vor Millionen Klimaflüchtlingen schützen
müssen. Welzers These lautet: "Da Gewalt immer eine Option
menschlichen Handelns ist, ist es unausweichlich, dass gewaltsame Lösungen
auch für Probleme gefunden werden, die auf sich verändernde
Umweltbedingungen zurückgehen."
Schon heute ist klar, dass vor allem die politisch instabilen Länder
der südlichen Halbkugel von den negativen Klimaauswirkungen
betroffen sein werden. Welzer ist kein Prophet, wenn er sagt, dass
sich viele Entwicklungsländer künftig in einem dauerhaften
gewaltsamen Konflikt um Wasser, fruchtbare Böden oder
hochwassersichere Landstriche befinden werden.
Der Klimawandel stellt die Menschheit vor ganz neuen
Herausforderungen: Sicherheit, Verantwortung und Gerechtigkeit sind
nur einige Stichworte. Welzer ist überzeugt, dass die Folgen nicht
nur die Welt verändern und andere Verhältnisse etablieren werden.
Nein, noch schlimmer, das Ende der Aufklärung und ihre Vorstellung
von Freiheit stünden vor der Tür.
Harald Welzer
Klimakriege
Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird
336 Seiten - 19,90 EUR (D)
ISBN 978-3-10-089433-2
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