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Thomas Sommer,
Herausgeber und
Chefredakteur |
Im konservativ-muslimischen Kuwait haben Frauen im Mai 2009
erstmals den Sprung in das Parlament geschafft. Erst seit 2005 ist
es Frauen in Kuwait erlaubt, selbst zu wählen und sich für ein
Parlamentsmandat zu bewerben. Bei den letzten beiden Wahlen (2006
und 2008) schaffte jedoch keine Frau den Einzug in die
Volksvertretung. Bei der Wahl 2009 waren 16 der 210 Kandidaten Frauen.
Was in Kuwait langsam zur Realität wird, ist in Deutschland schon
seit 90 Jahren gängige und erfolgreiche Praxis. Seit 1919 können
Frauen in Deutschland ihre Stimme bei Wahlen abgeben und seit 2005
hat eine Frau sogar die Pole-Position der bundesdeutschen Politik
inne.
Die Zukunft ist weiblich - nicht nur in der Politik. Langsam aber
sicher nehmen Frauen in allen Bereichen des Lebens die Stellung ein,
die ihnen genau so selbstverständlich zusteht wie den Männern.
Das klassische Rollenbild verschwindet langsam aber sicher. Frauen
und Männer stehen (wenigstens in den meisten westlichen Industrieländern)
weitesgehend gleichberechtigt nebeneinander.
Und die Männer? Immer mehr überdenken das traditionelle
Rollenverständnis. Die Studie "Männer in Bewegung - 10 Jahre
Männerentwicklung in Deutschland", die vom Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wurde, zeigt, dass
sich beim starken Geschlecht einiges bewegt. Werte wie Familie,
Partnerschaft und Freundschaften, die bislang eher Frauen
zugeschrieben wurden, haben auch für Männer an Bedeutung
gewonnen.
Wenn Familie und Erziehung nicht mehr nur allein Sache der Frau ist,
profitieren beide davon: Frauen, die sich nun auch im Beruf
verwirklichen können und Männer, die ihre Vaterrolle intensiv
genießen dürfen.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen
Thomas Sommer
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