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No. 11: Wir sind das Volk - 20 Jahre Mauerfall
 

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Christian Führer
Und wir sind dabei gewesen 

Rezensiert von Thomas Sommer


Aufgewachsen in einem sächsischen Pfarrhaus, entschied Christian Führer sich frühzeitig für ein Theologiestudium. Neben seiner Arbeit für die Kirche setzte er sich besonders für die Andersdenkenden in der DDR ein, die wegen ihrer politischen Überzeugung oder ihrer Kritik am System in Bedrängnis gerieten.  

Als er 1980 nach Leipzig an die Nikolaikirche berufen wurde, setzte er dieses Engagement fort. Die Nikolaikirche war fortan "Offen für alle" und wurde in der DDR zum Inbegriff von Freiheit und Toleranz.

Immer mehr Menschen kamen zu den wöchentlichen Friedensgebeten. Schließlich versammelten sich am 9. Oktober 1989 über 70.000 DDR-Bürger in der Leipziger Innenstadt zur bis dahin größten "Montagsdemonstration" - der Beginn der Friedlichen Revolution.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands setzte Pfarrer Führer sein politisches Engagement fort. Er engagierte sich für Arbeitslose, verhinderte Aufmärsche von Neonazis oder protestierte gegen die Schließung traditioneller Unternehmen.

Christian Führer erzählt von den Ereignissen, von den Werten und Überzeugungen, die ihm wichtig sind und von besonderen Begegnungen mit Menschen wie Michail Gorbatschow oder Desmond Tutu. 

Selbst fasst er die historischen Ereignisse im Oktober folgendermaßen zusammen: "9. Oktober 1989, Leipzig. Keine Gewalt. Ein Wunder biblischen Ausmaßes. Und wir sind dabei gewesen!"


Christian Führer
Und wir sind dabei gewesen
Die Revolution, die aus der Kirche kam
336 Seiten - 19,90 EUR (D)
ISBN
978-3-550-08746-2