Die Sektoren
Die Stadt Berlin war insgesamt in vier Sektoren geteilt: in
den amerikanischen, französischen, britischen und sowjetischen
Sektor. Ein Durchlass gab es über mehrere Grenzübergänge. Der
wohl bekannteste ist der Grenzübergang Checkpoint- Charlie.
Die Mauer
Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 errichtet und teilte
Deutschland und die Welt für 28 Jahre in West und Ost. Sie bestand
aus Stacheldraht und Beton (Sperrmauer Richtung West-Berlin) und
war 155 km lang und 3,60 m hoch. Die Mauer wurde in der DDR als
"befestigte Staatsgrenze" bzw. als
"antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet. Den Inner-
städtischen Verlauf der Mauer in 3D-Ansicht findet sich hier.
Die Spuren der Mauer in Berlin sind mittlerweile selten
geworden und finden sich noch an diesen Stellen.
Die Trennung
Die Mauer trennte neben unzähligen Familien auch acht
S-Bahnlinien, vier U-Bahn-Stränge und 193 Haupt- und Nebenstraßen.
Nicht zuletzt durch den Erfolg von Leander Haußmanns Kinofilm,
wurde die Sonnenallee jedem Deutschen (in West und Ost) ein
Begriff. Der Ost-Berliner Teil der
Sonnenallee war mit etwa 4.000 Metern sehr kurz. Über den innerstädtischen
Grenzübergang Sonnenallee konnten am 10. November 1989 zahlreiche
DDR-Bürger in den Westteil gehen.
Ständige Beobachtung
Rund um West-Berlin gab es 302 Beobachtungstürme. Das so
genannte Grenzkommando Mitte der Grenztruppen der DDR war für den
Schutz der Grenze zu West-Berlin zuständig. Ihr gehörten ca.
11.500 Soldaten und 500 Zivilbeschäftigte an.
Die Grenztruppen
Das Grenzkommando Mitte konnte auf 570 Schützenpanzer- wagen, 50
Granatwerfer, 50 Panzerabwehrkanonen und 110 Flammenwerfer zurückgreifen.
Außerdem gehörten 150 gepanzerte Fahrzeuge und schwere
Pioniertechnik sowie 2.300 Kraftfahrzeuge zum
Grenzkommando-Fuhrpark. Ergänzt wurde die Technik mit rund 1.000
Hunden.
Die Mauertoten
An der Berliner Mauer wurden mindestens 136 Menschen getötet
oder kamen in unmittelbaren Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime
ums Leben. Mindestens 251 Reisende aus Ost und West verstarben
vor, während oder nach Kontrollen an den Berliner Grenzübergängen.
Ida Siekmann war das erste Todesopfer. Sie kam am 22. August 1961
bei einem Sprung aus dem Fenster in der Bernauer Straße ums
Leben. Die ersten tödlichen Schüsse wurden zwei Tage später, am
24. August 1961, auf den nur 24-jährigen Günter Litfin
abgefeuert. Litfin wurde am Humboldthafen von Transport-Polizisten
bei einem Fluchtversuch erschossen. Das letzte Maueropfer war
Winfried Freudenberg, dem nur wenige Monate vor dem Fall der Mauer
am 8. März 1989 die Flucht mit einem Heißluftballon gelang,
jedoch über West-Berlin abstürzte und tödlich verunglückte.
Chris Gueffroy war das letzte Todesopfer an der Berliner- Mauer,
der in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1989 durch
Waffeneinsatz ums Leben kam. Der Gedenkort Weißes
Kreuz am Ufer der Spree am Friedrich-Ebert-Platz neben dem
Reichstag erinnert an die Todesopfer der Mauer.
Das Ende der Mauer
Am 9. November 1989 um exakt 23.30 Uhr kamen die ersten DDR-Bürger
am Grenzübergang Bornholmer Straße in den Westen. In den ersten
vier Tagen nach dem Mauerfall strömten ca. 4,5 Millionen
Ostdeutsche über die nun offene Grenze.