|
Noch bevor das Europawahlprogramm der Linken im
Februar verabschiedet werden konnte, musste die Präambel entschärft
werden. Im Entwurf stand
noch, dass die Europäische Union eine "neoliberale,
militaristische und weithin undemokratische Macht" sei. Die
Parteichefin Katja Kipping war anschließend bemüht herauszustellen,
dass sich inhaltlich nichts an dem Europakurs ihrer Partei
geändert habe. "Wir sagen ganz klar Ja zu Europa und verbinden
es mit einer konstruktiven EU-Kritik", so Kipping.
Die wichtigsten Punkte des Wahlprogramms der Linken kurz und
kompakt.
Die Linke...
- will die
Bankenunion.
- will einen Mindestlohn von mindestens 60%
des Durchschnittslohnes des jeweiligen Landes.
- will eine
sanktionsfreie Mindestsicherung.
- will eine gesetzliche
Mindestrente von 60% des jeweiligen mittleren Einkommens.
- ist gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters.
- fordert eine einmalige Millionärsabgabe in allen EU-Staaten.
- will einen EU-weiten Mindeststeuersatz bei der
Unternehmenssteuer.
- will Steueroasen stärker bekämpfen.
- lehnt das geplante Freihandelsabkommen mit der USA ab.
- will
Rüstungsexporte verbieten.
- will den Finanzsektor
regulieren und Spekulationsgeschäfte verbieten.
- will
private Großbanken vergesellschaften.
- will die
EU-Außengrenzen-Sicherungssysteme Frontex und Eurosur auflösen.
- will, dass alle EU-Bürger per Volksentscheide am selben
Tag über EU-Verträge abstimmen können.
Spitzenkandidatin der Partei
ist die frühere PDS-Vorsitzende Gabi Zimmer.
|