Hans-Gert Pöttering trat 1979 zur ersten Direktwahl des
Europäischen Parlaments an. Mit gerade einmal 33 Jahren war er
der jüngste Kandidat der CDU. Pöttering setzte damit bereits mit
seiner Kandidatur einen echten Gegentrend zu den anderen
Parteien, deren Kandidaten wesentlich älter waren. Er wurde
gewählt und blieb so lange, wie kein anderer. Nach 35 Jahren
endet Pötterings Mandat am 1. Juli 2014.
Was Pöttering
in den letzten Jahrzehnten als Europapolitiker erlebt hat, kann
man nun in seiner unlängst erschienenen Autobiografie "Wir sind
zu unserem Glück vereint" nachlesen. In führenden Positionen,
etwa als Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volksparteien
(1999 bis 2007) und als Parlamentspräsident (2007 bis 2009), hat
er die Entwicklung des obersten Gesetzgebungsorgans und der
Europäischen Union insgesamt begleitet und aktiv mitgestaltet.
Der im niedersächsischen Bersenbrück aufgewachsene Politiker
erinnert an die Anfänge seiner parlamentarischen Arbeit und an
die Überwindung von manch aussichtslos erscheinender Krise.
Detailreich schildert Pöttering die Reaktionen der
europäischen Abgeordneten auf den Zusammenbruch des Kommunismus
und die Wiedervereinigung Deutschlands. Pötterings Autobiografie kann jedem,
der sich für die Europäische Union und dessen Geschichte
interessiert, wärmstens ans Herz gelegt werden.
Der Autor
Informationen zum Autor finden Sie im Anschluss an das
Interview mit Dr. Hans-Gert Pöttering in
dieser Ausgabe - hier.
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