No. 13: Das globale Klassenzimmer
 

Übersicht
Juni 2014

 



Die wichtigsten Lernplattformen

Von Thomas Sommer


Das Angebot von Online-Lernplattformen ist groß und laufend kommen neue hinzu. Allein in Europa gibt es nach Recherchen der Unternehmensberatung Roland Berger rund 3.000 Unternehmen im E-Learning-Geschäft. Da fällt die Auswahl nicht leicht. polinomics hat daher die wichtigsten Plattformen unter die Lupe genommen und verglichen.

edx

Gegründet
wurde die Lernplattform 2012 durch das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard University. Weltweit hat edx bisher 31 Partneruniversitäten - darunter findet sich auch die Technische Universität München (TMU). Insgesamt werden bisher 133 Kurse angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei. edx bietet drei verschiedene Zertifikate an: 1. Honor Code Certificates of achievement, 2. Verified Certificates of achievement und 3. XSeries Certificates of achievement. Bisher werden 1,8 Millionen Nutzer gezählt.

www.edx.org


UDACITY

Gegründet 2012 durch den ehemaligen Stanford-Professor Sebastian Thrun sowie David Stavens und Mike Skokolsky. An dem Projekt beteiligen sich 3 Universitäten mit 32 Kursen. Wer einen der Kurse erfolgreich abgeschlossen hat, erhält ein "verified certificate". Hierzu findet eine Identitätsüberprüfung per Lichtbildausweis und ein Chat mit einem UDACITY-Gutachter statt, der die selbstständige Erarbeitung des Projekts überprüft. Die Teilnahmekosten finden sich auf der Kursübersichtsseite. Für alle, die kein Zertifikat erwerben wollen, sind die Kurse kostenfrei. Die Lernplattform zählt 1,8 Millionen Nutzer.

www.udacity.com


iversity

Gegründet wurde iversity durch Jonas Liepmann und Hannes Klöpper. Bislang beteiligen sich 23 Partner-Universitäten (vorwiegend aus den europäischen Ländern). Die Teilnahme an den 33 Kursen ist kostenfrei. Hierfür gibt es aber lediglich eine Teilnahmebescheinigung. Wer eines der drei angebotenen qualifizierten Zertifikate erwerben will, muss hierfür zwischen 49 und 149 Euro bezahlen. Letzteres ermöglicht auch die Vergabe von ECTS-Punkten, die für ein Studium an einer Hochschule angerechnet werden können. iversity verzeichnet bislang 430.000 Nutzer.

www.iversity.org


Coursera

Gegründet 2012 von den Stanford-Professoren Andrew Ng und Daphne Koler. Die Lernplattform arbeitet mit 83 Partner-Universitäten zusammen. Angeboten werden 667 Kurse, deren Teilnahme kostenfrei ist. Es können zusätzlich auch verifizierte Teilnahmebescheinigungen erworben werden. Deren Kosten liegen dann zwischen 50 und 90 USD. Coursera zählt mehr als 6 Millionen Nutzer.

www.coursera.org


Virtuelle Hochschule Bayern (vhb)

Die Virtuelle Hochschule Bayern ist ein Verbundinstitut aller bayerischen Universitäten und Fachhochschulen. Studierende, die an einer der bayerischen Hochschulen immatrikuliert sind, können das Lehrangebot kostenfrei nutzen. Für alle anderen ist das Angebot der vhb entgeltpflichtig und an vorgegebene Zugangs- bzw. Zulassungsvoraussetzungen gekoppelt. Zu jedem Kurs kann ein Leistungsnachweis erworben werden.

www.vhb.org


iTunes University (für Apple-Kunden)

Apple-Kunden (mit Apple-ID auch über Windows) haben mit der iTunes University-App einen kostenfreien Zugriff auf komplette Kurse führender Universitäten. Das Angebot umfasst 750.000 kostenlose Vorlesungen, Videos, Bücher und Skripte zu einer Vielzahl von Themen. Von Algebra bis zur Zoologie. Deutsche Universitäten sind ebenfalls vertreten: RWTH-Aachen, Ludwig-Maximilians-Universität München, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und das Hasso-Plattner-Institut (HPI) Potsdam.