No. 14: Big Brother knows you
 

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September 2014

 



Ich glaube, es hackt!


Rezensiert von Thomas Sommer


Da draußen lauern übrigens weitaus mehr Möglichkeiten gehackt zu werden, als wir uns vorstellen, sagt Tobias Schrödel in seinem Buch Ich glaube, es hackt! Sein Angebot: Er erklärt uns, wie alles funktioniert und macht uns so auch ein wenig selbst zum Hacker. Kurz gesagt, er gibt dem interessierten Leser das Rüstzeug mit auf dem Weg, sich selbst zu schützen und zu erkennen, welche Risiken man im World Wide Web ausgesetzt ist. Dabei steht immer der Anspruch im Vordergrund, kein Lehrbuch für IT-Profis und Informatiker zu sein. Vielmehr ist es ein Buch für Jedermann, leicht zu verstehen und flott geschrieben.

Die Informationstechnologie ist ein weites Feld. Trotzdem schafft es Schrödel auf die wichtigsten Punkte einzugehen - und das genau in der Tiefe ohne langweilig und zu detailreich zu werden. Der Autor erklärt, warum Geldkarten im Automaten eigentlich immer so ruckeln müssen und wie man sich die Geheimnummer in Zukunft ganz sicher merken kann. Er verdeutlicht uns, dass vermeindlich gelöschte Daten auf dem Computer eigentlich gar nicht gelöscht sind und gibt gleich Lösungsvorschläge. Er erklärt uns, wie man Adressen bei Rundmails eingeben und wie eine Abwesenheitsnotiz im besten Fall aussehen sollte. Aber auch Telefon, Handy und Co. und was man damit alles anstellen kann, stehen auf seiner To-Do-Liste. Kurzum: Ich habe selten ein so umfassendes und gleichzeitig interessantes Buch gesehen, das auch dem interessierten Laien die Welt der Kommunikationstechnik fast spielerisch leicht näher bringt.


Tobias Schrödel, Ich glaube, es hackt!, 371 Seiten · 17,99 Euro (D),
ISBN 978-3-658-04245-5