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No.14: Big Brother Knows You  
   
 

 




Editorial
Interview mit Datenschützer Peter Schaar
Das vergessliche Netz
Sicher im Internet unterwegs
Watch Dogs: Ein Blick in die Zukunft
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September 2014


Überwachung total 
 



Rezensiert von Thomas Sommer


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter Schaar

Überwachung total

301 Seiten · 17,99 €  (D)
ISBN 978-3-351-03295-1

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Metadaten sind das neue Gold, sagt Peter Schaar, Deutschlands bekanntester Datenschützer, in seinem neuen Buch: Überwachung total. Wie wir in Zukunft unsere Daten schützen. Denn bei der Überwachung - ob von staatlicher oder privater Seite - geht es schon lange nicht mehr nur um abgehörte Telefonate oder kopierte E-Mails. Wichtiger sind die Metadaten: Wer hat mit wem wann telefoniert? Wo halten Sie sich gerade auf? Welche Webseiten besuchen Sie? Diese Über-Daten fallen bei jeder elektronischen Interaktion an - auch in diesem Moment! Grundsätzlich ist das nicht schlimm. Denn ohne sie gebe es kein digitales Mobilfunknetz und auch kein Internet. Trotzdem bleibt hier ein ungutes Gefühl. Was gebe ich eigentlich alles unbewusst über mich und mein Verhalten preis? Wer interessiert sich dafür?

Nun, dafür interessieren sich zum einen diverse Online-Shops, die mit den gesammelten Informationen passgenaue Werbung im Internet platzieren oder Banken, die ebenfalls immer schon möglichst viel über ihre Kunden wissen wollten. Dafür interessieren sich aber auch die verschiedenen Geheimdienste - allen voran die amerikanische National Security Agency (NSA). Aber auch die Europäer, wie der englische GCHQ oder aber der deutsche BND beteiligen sich an dem flächendeckenden Daten-Abschöpfungsversuch. Aber was soll man machen? Gleich zum Technik- oder Internet-Abstinenzler zu werden, ist bestimmt nur für die wenigsten eine Option. Um so wichtiger ist es, Bescheid zu wissen.

Genau an diesem Punkt setzt Peter Schaars Buch an. Zuerst stellt der Autor hierfür eine Diagnose und die lautet - niemand wird es wundern - Totalüberwachung. Dann betrachtet er ausführlich die Hintergründe: von der Datenverarbeitung über Big Data und den Krieg gegen den Terror bis hin zur Vorratsdatenspeicherung. In einem dritten Schritt widmet er sich schließlich den Reaktionen, die die Enthüllungen von Edward Snowden in den USA, Großbritannien, Deutschland und Europa hervorgerufen haben. Interessant ist das Buch vor allem aber auch, weil Schaar nicht nur den Ist-Zustand mit vielen anschaulichen Beispielen darstellt, sondern überdies auch noch einen ausführlichen Blick in die Zukunft wagt. Zum Schluss wird Schaar dann noch einmal ganz konkret und gibt dem Leser zehn Tipps für den digitalen Selbstschutz mit auf den Weg.

Wer mehr über Edward Snowden, mehr über die verschiedenen Praktiken der Geheimdienste erfahren will oder sich einfach in dieses wichtige Thema einlesen möchte, der macht mit Peter Schaars Überwachung total nichts verkehrt.


  Der Autor

 
Peter Schaar, geboren 1954 in Berlin, ist Diplom-Volkswirt
 und seit rund 25 Jahren in verschiedenen Funktionen im
 Bereich des Datenschutzes tätig. Von 2003 bis 2013 war
 Schaar Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die
 Informationsfreiheit. Seit 2013 ist er Vorsitzender der
 Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und
 Datenschutz
(EAID).

 Hier geht es zum Interview mit Peter Schaar:
 Es reicht nicht aus, wenn die US-Geheimdienste ihre eigenen
 Bürger weniger ausschnüffeln

 
 

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© Thomas Sommer 2006 - 2014