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Ausgabe 15, November 2014
Linksruck in Thüringen
Ramelow gießt Fundament für Abstieg Thüringens
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Meinungsbeitrag von Mario Voigt,
Generalsekretär der CDU Thüringen.
Thüringen ist ein erfolgreiches Bundesland. Wir sind
Spitze bei Wachstum und Beschäftigung und können mit
richtigen Weichenstellungen Vollbeschäftigung erreichen.
Ganz Deutschland beneidet uns um exzellente
Bildungsergebnisse. Der Freistaat ist das sicherste
aller Bundesländer. Die Bilanz ist wahrlich
beeindruckend. Allein deshalb ließe sich die Frage
stellen, warum ein Mann Ministerpräsident werden soll,
der vor allem eines predigt: Politikwechsel. Wohin soll
man denn ernsthaft von der Spitzenposition aller
ostdeutschen Länder hinwechseln wollen?
Aber es geht um mehr: 25 Jahre nach dem Fall der Mauer
einen Ministerpräsidenten der Partei zu wählen, die für
all das Unrecht in der DDR verantwortlich war, stößt
abertausenden Menschen auf. Eine knappe politische
Mehrheit, die u.a. abhängig ist von zwei ehemaligen
Stasi-IMs ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die
diese Freiheit und Demokratie erkämpft haben. Und allen
öffentlichen Lippenbekenntnissen von Bodo Ramelow zum
Trotz: Die Linkspartei ist weit entfernt, Verantwortung
für eine ehrliche Aufarbeitung zu übernehmen. Die
Verachtung, die z.B. dem Bundespräsidenten für seine
Bedenken aus den Reihen der Linken entgegenschlägt,
zeugt von der grundsätzlichen Verweigerung eines offenen
gesellschaftlichen Diskurses. Die Linke ist alles andere
als eine normale Partei. Bodo Ramelow ist nicht mehr als
ein mediales Feigenblatt für all die Abgründe, in die
man in den Untiefen dieser Partei zwischen
Antisemitismus und Castro-Romantik blickt.
Ramelow und die Linke haben aber vor allem keine
tauglichen Ideen für die Gegenwart. Sie rufen in allen
Politikbereichen nach Regulierung und staatlichen
Eingriffen. Sie sind von einem tiefen Mißtrauen
gegenüber Unternehmen geprägt und würden lieber mehr als
weniger verstaatlichen. Sie haben kein Vertrauen in die
Individualität von Eltern und Kindern, sondern träumen
von verordneter Uniformität im Bildungsbereich. Sie
reden statt über Vollbeschäftigung über einen
staatlichen Beschäftigungssektor. Kurzum: Sie reden vom
Geld ausgeben, statt vom Wohlstand erarbeiten. Eine
solche Politik wäre für ein Erfolgsland wie Thüringen
das Fundament für den Abstieg.
Anm. d. Red.: Dieser Beitrag ist ein Meinungsbeitrag
für die polinomics-Rubrik Pro und Contra und gibt nicht
die Meinung der Redaktion wieder.
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