Ausgabe 15: Linksruck in Thüringen
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Ramelow gießt Fundament für den Abstieg Thüringens
Nachfolgend finden Sie einen Meinungsbeitrag von Mario Voigt, Generalsekretär der CDU Thüringen.
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Thüringen ist ein erfolgreiches Bundesland.
Wir sind Spitze bei Wachstum und Beschäftigung und können mit
richtigen Weichenstellungen Vollbeschäftigung erreichen. Ganz
Deutschland beneidet uns um exzellente Bildungsergebnisse. Der
Freistaat ist das sicherste aller Bundesländer. Die Bilanz ist
wahrlich beeindruckend. Allein deshalb ließe sich die Frage
stellen, warum ein Mann Ministerpräsident werden soll, der vor
allem eines predigt: Politikwechsel. Wohin soll man denn
ernsthaft von der Spitzenposition aller ostdeutschen Länder
hinwechseln wollen?
Aber es geht um mehr: 25 Jahre nach
dem Fall der Mauer einen Ministerpräsidenten der Partei zu
wählen, die für all das Unrecht in der DDR verantwortlich war,
stößt abertausenden Menschen auf. Eine knappe politische
Mehrheit, die u.a. abhängig ist von zwei ehemaligen Stasi-IMs
ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die diese Freiheit und
Demokratie erkämpft haben. Und allen öffentlichen
Lippenbekenntnissen von Bodo Ramelow zum Trotz: Die Linkspartei
ist weit entfernt, Verantwortung für eine ehrliche Aufarbeitung
zu übernehmen. Die Verachtung, die z.B. dem Bundespräsidenten
für seine Bedenken aus den Reihen der Linken entgegenschlägt,
zeugt von der grundsätzlichen Verweigerung eines offenen
gesellschaftlichen Diskurses. Die Linke ist alles andere als
eine normale Partei. Bodo Ramelow ist nicht mehr als ein
mediales Feigenblatt für all die Abgründe, in die man in den
Untiefen dieser Partei zwischen Antisemitismus und
Castro-Romantik blickt.
Ramelow und die Linke haben aber
vor allem keine tauglichen Ideen für die Gegenwart. Sie rufen in
allen Politikbereichen nach Regulierung und staatlichen
Eingriffen. Sie sind von einem tiefen Mißtrauen gegenüber
Unternehmen geprägt und würden lieber mehr als weniger
verstaatlichen. Sie haben kein Vertrauen in die Individualität
von Eltern und Kindern, sondern träumen von verordneter
Uniformität im Bildungsbereich. Sie reden statt über
Vollbeschäftigung über einen staatlichen Beschäftigungssektor.
Kurzum: Sie reden vom Geld ausgeben, statt vom Wohlstand
erarbeiten. Eine solche Politik wäre für ein Erfolgsland wie
Thüringen das Fundament für den Abstieg.
Anm. d. Red.: Dieser Beitrag ist ein Meinungsbeitrag
für die polinomics-Rubrik Pro und Contra und gibt nicht
die Meinung der Redaktion wieder.
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